07. Oktober 2021

Positive Entwicklung am Standort Paderborn

„Echtes Wirtschaftswachstum kriege ich nur durch Investitionen“

Unternehmensbesuch bei der LIRA service GmbH in Paderborn

Der Wirtschaftsstandort Paderborn befindet sich in einem dynamischen Wandel. Vom Zukunftsquartier über diverse Industrie- und Gewerbegebiete bis zu Neugründungen und einer zunehmenden Urbanisierung: "In Paderborn sichern wir gemeinsam mit der Wirtschaft und im engen Austausch mit der Wissenschaft die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt", erklärt Frank Wolters als Geschäftsführer der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG). Dabei stehe in den kommenden Jahren insbesondere das Thema Nachhaltigkeit weit oben auf der Agenda. Gleichzeitig zeige die Corona-Pandemie, wie wichtig Resilienz und Anpassungsfähigkeit für Unternehmen werden, so Wolters. "Als Innovationstreiber und erste Ansprechpartnerin für die Wirtschaft sind wir uns diesen Megatrends bewusst und passen unsere Arbeitsbereiche und Serviceangebote immer wieder den neuen und nachgefragten Bedarfen an", macht Wolters deutlich.

Das wellenförmige Dach der LIRA service GmbH in Paderborn

Dass es am Wirtschaftsstandort Paderborn möglich ist, aktuellen Herausforderungen positiv zu begegnen, zeigt die Ansiedlung der „LIRA service GmbH“. Der IT-Dienstleister, der exklusiv für die weltweit mehr als 40 verschiedenen Kronospan Standorte arbeitet, sitzt mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf circa 2.500 Quadratmetern seit Ende April 2020 im sogenannten „IT-Campus Paderborn“ im Industriegebiet Almepark Nord an der Lise-Meitner-Straße. Dieser fällt insbesondere durch seine Architektur ins Auge, die durch das wellenförmige Dach betont wird.

Standort Paderborn ist ideal

„Wir möchten gesund und vernünftig wachsen“ erklärt LIRA-Geschäftsführer Dietmar Rinne im Gespräch mit Wirtschaftsförderer Frank Wolters. Dass dies in Paderborn möglich sei, merke man schon jetzt anhand der eingehenden Bewerbungen. „Seit dem Umzug verzeichnen wir einen deutlich besseren Zulauf“, so der Geschäftsführer. Als IT-Dienstleister betreut das Unternehmen in der Kernkompetenz die Verkaufsabwicklung, Einkaufsprozesse sowie die Produktions-, Lager- und Versandlogistik der Kronospan-Organisation, die hauptsächlich Baustoffe auf Holzbasis produziert und weltweit führend im Bereich der Holzwerkstoffindustrie ist. 

v.l.: Stephanie Sauer, Dietmar Rinne und Frank Wolters.
Fotos: Tobias Vorwerk/WFG

Die Entscheidung, das Unternehmen von Sandebeck nach Paderborn zu verlagern, fiel bereits im Jahr 2017. „Wir haben nach einem Standort gesucht, der nachhaltige Lösungen für die Aufgabenstellungen eines zukunftsorientierten Unternehmens schafft“, erklärt Dietmar Rinne. Für ihn gehören dabei „eine einzigartige und moderne Architektur, ergonomische Arbeitsplätze, innerbetriebliches Wachstum, Infrastruktur des Ressourcenmarktes und die Mitarbeiterbindung“ dazu.

„Dafür ist Paderborn ideal“, macht Rinne deutlich und bedankt sich in dem Zusammenhang für die gute Betreuung der städtischen Ämter und der Wirtschaftsförderung im Rahmen des Ansiedlungsprozesses.

Für ihn steht vor allem der Mensch im Fokus, wenn es um IT geht. „Unsere Azubis werden hier groß und kennen LIRA von Tag eins an“, so der LIRA-Chef. Daher ist die Mitarbeiterbindung für ihn besonders wichtig. Aktuellen Bedarf sieht HR-Managerin Stephanie Sauer in der Teilnahme und Wiederaufnahme von Ausbildungsmessen in Präsenz: „Davon würden wir enorm profitieren“. Online funktioniere das Konzept Ausbildungsmesse nur als Notlösung. Mit guten Kontakten zum bib, der Universitäten Paderborn und Bielefeld sowie der FHDW sei man allerdings davon überzeugt, dass es LIRA in Zukunft nicht an neuen, kreativen IT-Köpfen mangeln werde.

Frank Wolters freut sich, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen wieder durchstarten kann. Als Wirtschaftsförderer prognostiziert er eine positive Entwicklung für den Standort Paderborn: „Wir sind deutlich unter den Negativerwartungen geblieben und relativ gut durch die Pandemie gekommen.“ Davon zeuge auch eine rege Bautätigkeit im Stadtgebiet. „Echtes Wirtschaftswachstum kriege ich nur durch Investitionen“, weiß Wolters. Dafür sei die LIRA service GmbH mit dem IT-Campus ein positives Beispiel.

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