23. Januar 2026

20. Unternehmensfrühstück der Wirtschaftsförderung Paderborn

Premiere für Bürgermeister Stefan-Oliver Strate und Abschied für WFG-Geschäftsführer Dr. Marco Trienes

Rund 160 Unternehmerinnen und Unternehmer haben an diesem Donnerstag am 20. Unternehmensfrühstück der Wirtschaftsförderung Paderborn (WFG) im großen Ratssaal des historischen Rathauses teilgenommen. Die Veranstaltung bot neben intensivem Austausch auch einen personellen und inhaltlichen Wendepunkt.

Für Bürgermeister Stefan-Oliver Strate war es das erste Unternehmensfrühstück in seiner Funktion als Bürgermeister der Stadt Paderborn und als Aufsichtsratsvorsitzender der WFG. In seiner Begrüßung stellte er die Rolle der WFG als zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik heraus. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten brauche es klare Zuständigkeiten und kurze Wege, so Strate.

Wirtschaftliche Anliegen gebündelt begleiten

„Dieses Format zeigt, wie wichtig der Schulterschluss zwischen Stadt und Wirtschaft ist“, sagte Strate. „Die WFG bringt die Akteure zusammen und sorgt dafür, dass wir gemeinsam handlungsfähig bleiben.“ Ziel sei es, wirtschaftliche Anliegen gebündelt zu begleiten, damit Unternehmen nicht verschiedene Stellen durchlaufen müssen, sondern eine klare Anlaufstelle haben.

Gleichzeitig war es das letzte Unternehmensfrühstück von Dr. Marco Trienes als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. In seinem Grußwort blickte er auf das Format und die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft zurück. „Diese Veranstaltung stand immer für den offenen Austausch und für Vertrauen“, sagte Trienes. „Ich danke den Unternehmen für die vielen Gespräche und das Vertrauen in die Arbeit der WFG. Paderborn hat enormes Potenzial, wenn die Akteure weiter gemeinsam anpacken.“

Kai Wittenburg spricht über Cybersecurity

Inhaltlich setzte die Wirtschaftsförderung bewusst einen Schwerpunkt auf das Thema Cybersecurity. Als Speaker war Kai Wittenburg, Geschäftsführer der neam IT-Services GmbH aus dem Paderborner Technologiepark, eingeladen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeitende und berät Unternehmen zu IT- und Sicherheitsfragen.

Wittenburg machte deutlich, dass Cyberangriffe längst keine Ausnahme mehr sind und zunehmend kleine und mittlere Unternehmen treffen. Es gehe nicht mehr darum, ob ein Unternehmen angegriffen wird, sondern wann und wie gut es vorbereitet ist. Cybersecurity sei daher keine reine IT-Frage, sondern eine unternehmerische Führungsaufgabe. Er warb für pragmatische Maßnahmen wie Mitarbeiterschulungen, klare Zuständigkeiten, funktionierende Datensicherungen und den Einsatz von Multi-Faktor-Authentisierung.

Neben dem Thema IT-Sicherheit ging es auch um den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel. Bürgermeister Stefan-Oliver Strate machte deutlich, dass in den kommenden zehn Jahren rund 31.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Ohne Gegenmaßnahmen drohe dies zur Wachstumsbremse zu werden.

Paderborn muss Stärken klar benennen und aktiv kommunizieren

Strate unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines selbstbewussten Standortmarketings. Paderborn müsse seine Stärken klar benennen und aktiv kommunizieren: eine stabile Wirtschaftsstruktur, starke Bildungs- und Forschungseinrichtungen, kurze Wege und hohe Lebensqualität.

Die Wirtschaftsförderung spiele laut Strate dabei eine zentrale Rolle. Mit Formaten wie dem Unternehmensfrühstück, überregionaler Pressearbeit, digitalen Kanälen und gezielten Kampagnen und Veranstaltungen macht sie Unternehmen sichtbar und erzählt ihre Geschichten. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Paderborn nicht nur intern zu vernetzen, sondern auch nach außen klar zu positionieren.

Foto (WFG/Tobias Vorwerk): v. l. Dr. Marco Trienes (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Paderborn), Kai Wittenburg (Geschäftsführer der neam IT-Services GmbH), Bürgermeister Stefan-Oliver Strate, Jürgen Janke (Wirtschaftsförderung Paderborn).
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