05. Juni 2026
Wirtschaftsförderung besucht Paderborner Autohaus Ford Kleine

Foto (WFG/Tobias Vorwerk): v. l.: Jürgen Janke (Geschäftsführer WFG), Franz Stephan Kleine (Geschäftsführer Franz Kleine Automobile GmbH & Co.KG) und Gregor Lienen (Nachhaltigkeit und Innovation, WFG).
Carsharing aus Paderborn
Das Autohaus Kleine verkauft seit 1925 Ford in Paderborn. Genauso lange gibt es die Marke in Deutschland. Beim Unternehmensbesuch sprach die Wirtschaftsförderung Paderborn (WFG) mit dem Familienbetrieb über ein Angebot, das viele Paderborner noch nicht kennen: das Carsharing.
Als Franz Kleine 1925 sein Geschäft gründete, hatte Ford gerade die deutsche Tochter aufgebaut. Beide feierten 2025 ihr 100-jähriges Bestehen. Heute führt Franz Stephan Kleine den Betrieb in fünfter Generation. Das Autohaus an der Rathenaustraße zählt damit zu den ältesten Ford-Vertretungen Deutschlands.
Beim Unternehmensbesuch informierten sich Jürgen Janke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Paderborn, und Gregor Lienen, zuständig für das Thema Nachhaltigkeit und Innovationen, über den Betrieb. Heute umfasst das Geschäft Neu- und Gebrauchtwagen, Werkstatt, Ersatzteilhandel und Autovermietung. Rund 60 Menschen arbeiten im Unternehmen. Das Autohaus bildet selbst aus, vom Automobilkaufmann bis zur Kfz-Mechatronikerin.
"Als Unternehmen, das seit mehr als 100 Jahren hier am Platz ist, fühlen wir uns sehr wohl in unserer Stadt", sagt Franz Stephan Kleine, Geschäftsführer des Autohauses. "Wir freuen uns, dass wir mit unseren Mobilitätsangeboten dazu beitragen, dass Paderborn weiterhin überzeugt."

Franz Stephan Kleine, Geschäftsführer der "Franz Kleine Automobile GmbH & Co.KG" aus Paderborn. Foto (WFG/Tobias Vorwerk)
Vor rund zehn Jahren nahm das Autohaus Carsharing ins Angebot auf. Die Idee dahinter ist einfach: Wer kurzfristig ein Auto braucht, leiht es stundenweise, statt ein eigenes Fahrzeug vorzuhalten. Mehrere Wagen stehen dafür im Stadtgebiet bereit, jeweils an einem festen Standort. Dort werden sie abgeholt und wieder abgestellt.
Die Standorte liegen an der Warburger Straße nahe der Universität, am Hauptbahnhof, auf dem Betriebsgelände an der Rathenaustraße und in der Südstadt an der Kilianstraße. Technischer Partner ist Flinkster, das Carsharing der Deutschen Bahn. Über diese Kooperation lassen sich die Wagen bundesweit nutzen.
"Carsharing ist eine gute Ergänzung, wenn man ab und zu ein Auto braucht", sagt Kleine. "Unser Problem ist vor allem die Bekanntheit. Viele wissen schlicht nicht, dass es das in Paderborn gibt."
Carsharing eignet sich nicht nur für Privatleute. Auch Unternehmen können die Fahrzeuge nutzen, um Mobilitätsspitzen abzudecken. Wer kurzfristig ein zusätzliches Auto für ein Projekt oder einen neuen Mitarbeiter braucht, greift auf einen Wagen vor Ort zu, statt selbst einen anzuschaffen.
Für die WFG sind Unternehmensbesuche wie dieser fester Bestandteil der Standortarbeit. Sie zeigen, welche Angebote es in Paderborn gibt und wo die Wirtschaftsförderung unterstützen kann. "Hier ist über Jahre ein durchdachtes Mobilitätsangebot gewachsen, das viele nicht auf dem Schirm haben", sagt Jürgen Janke, Geschäftsführer der WFG. "Wer in der Innenstadt wohnt und kurze Wege hat, braucht nicht zwingend ein zweites Auto. Genau dafür ist Carsharing gemacht."
Gemeinsam mit Gregor Lienen, der bei der WFG die Themen Nachhaltigkeit und Innovation begleitet, sieht Janke im Carsharing einen Baustein für eine vielfältige Mobilität am Standort. Geteilte Fahrzeuge entlasten den Parkraum und bieten eine Alternative zum Zweit- oder Drittwagen.

Vor rund zehn Jahren nahm das Autohaus Carsharing ins Angebot auf. Foto (WFG/Tobias Vorwerk)
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