03. September 2026

„Off the Trampelpfade“ lädt dazu ein, Paderborns Innenstadt neu zu entdecken

Aus Kinderideen werden neue Spielräume in der Innenstadt

Balancieren, springen, einer Linie folgen: Seit dieser Woche finden sich in der Paderborner Innenstadt farbige Bodenmarkierungen, die zum Bewegen und Entdecken einladen. Mit dem Projekt „Off the Trampelpfade“ hat das Citymanagement Paderborn sie gemeinsam mit dem künstlerischen Kollektiv „SpielRaum“ in die Stadt gebracht. Entstanden sind die bunten Zeichnungen aus den Ideen von Kindern.

Ausgangspunkt war ein Workshop Anfang August auf dem Königsplatz. Kinder überlegten dort gemeinsam mit dem Kollektiv „SpielRaum“, wie sie einen öffentlichen Platz gestalten würden, wenn sie es selbst bestimmen könnten. Mit Kreide entstanden erste Linien, Spielflächen und Bewegungsangebote, die die Teilnehmenden direkt ausprobieren und verändern konnten.

Vom 1. bis 3. September haben Gesa Janßen und Simon Kurze vom Kollektiv „SpielRaum“ diese Ideen umgesetzt – am Königsplatz, in der Franziskanergasse, in der Grube und am Ükernplatz. Die Motive laden zum Balancieren, Springen, Folgen und Drehen ein und richten sich an Menschen jeden Alters. Bewusst liegen die Flächen auch abseits der bekannten Einkaufsachsen: Sie sollen dazu anregen, die Innenstadt auf anderen Routen zu erkunden. Davon können auch angrenzende Geschäftslagen profitieren.

„Mit unserer Arbeit möchten wir zeigen, welches Potenzial in öffentlichen Räumen steckt, und dem Kinderspiel ganz bewusst eine Bühne geben. Die Reaktionen hier in Paderborn zeigen, dass viele Menschen Lust auf eine lebendige, spielerische und auch farbenfrohe Innenstadt haben“, sagt Gesa Janßen vom Kollektiv „SpielRaum“.

Innenstädte verändern sich: Neben Handel und Gastronomie gewinnen Aufenthaltsqualität, Kultur, Begegnung und Erlebnis zunehmend an Bedeutung. „Für uns heißt das, neue Formate zunächst im Kleinen auszuprobieren und zu beobachten, wie Menschen darauf reagieren. Besonders schön ist zu sehen, wie selbstverständlich die Bodenmarkierungen von ganz unterschiedlichen Generationen angenommen werden. Kinder probieren sie direkt aus, aber auch Erwachsene bleiben stehen, schauen genauer hin oder machen selbst mit“, sagt Citymanagerin Lena Schräder.

Die Markierungen bleiben nicht dauerhaft. Verwendet wurde eine rückstandsfrei entfernbare Farbe, die nach einigen Monaten witterungsbedingt verschwindet. Ein Film begleitet das Projekt und hält die Orte, die Entstehung und die Nutzung fest.

Bis dahin sind die Paderborner Bürgerinnen und Bürger eingeladen, „Off the Trampelpfade“ selbst auszuprobieren: einfach vorbeikommen, den bekannten Weg verlassen und schauen, was die neuen Spielräume zu bieten haben.

„Off the Trampelpfade“ ist eine Initiative des Citymanagements Paderborn und wird gemeinsam mit dem Kollektiv „SpielRaum“ umgesetzt. Das Projekt ist Teil von „Stadtbesetzung“, einem NRW-weiten Programm für künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Gefördert wird es vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Foto (Yannik Schlingmann): Beim Auftaktworkshop zu „Off the Trampelpfade“ brachten Kinder gemeinsam mit Gesa Janßen und Simon Kurze vom Kollektiv „SpielRaum“ sowie Lena Schräder, Vera Westerwinter und Verena Meise vom Citymanagement Paderborn ihre Ideen direkt auf den Königsplatz.
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