28. Oktober 2026

Neuer Dacharbeitsstand für PaderSprinter-Elektrifizierung

In der Werkstatt des PaderSprinter markiert der neue Dacharbeitsstand einen nächsten sichtbaren Schritt auf dem Weg der Elektrifizierung des Paderborner Stadtbusverkehrs. Passgenaue Planung und Umsetzung der neuen Einrichtungen werden den speziellen Bedürfnissen an sichere wie auch zeitsparende Wartung und Reparatur der vollelektrisch betriebenen Fahrzeuge gerecht.

Was bisher geschah – erste vollelektrische Fahrzeuge im Liniennetz unterwegs

Die Gründe für die Elektrifizierung der Paderborner Stadtbusflotte sind vielfältig. Eine große Rolle spielen gesetzliche Vorgaben wie die Clean Vehicle Directive (CVD) der Europäischen Union oder der Entscheid des Paderborner Rates zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2035.

„Auch der ÖPNV ist natürlich von den aktuell hohen und weiter steigenden Treibstoffpreisen betroffen. Diese Entwicklungen unterstreichen zusätzlich zu offensichtlichen Nachhaltigkeitszielen die Notwendigkeit, verstärkt alternative Antriebstechnologien für den Busverkehr zu nutzen,“ hebt PaderSprinter-Geschäftsführer Oliver Eikenberg hervor.

Der PaderSprinter wurde in entsprechende Förderprogramme des Landes NRW aufgenommen und konnte dank einer weiteren Förderung des Zweckverbandes NWL bereits 14 Mercedes Benz eCITARO-Busse bestellen und mit zwei Ladepunkten auf dem Betriebshof versorgen. Die ersten beiden dieser vollelektrisch betriebenen Busse haben inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes still und leise ihren Dienst im PaderSprinter-Liniennetz aufgenommen.

Neue Fahrzeuge bedürfen besonderer Arbeitsabläufe auch in der Werkstatt

Nicht nur an das Fahrpersonal stellen die Neuen andere Anforderungen, die E-Busse bringen auch neue Bedürfnisse in Wartung und Reparatur mit sich. Mehr wesentliche Bauteile und Funktionen sind in und auf dem Busdach verbaut, anders als bei den bisher genutzten Fahrzeugen. Um diese effizient und sicher erreichen zu können, wurde nun in der hauseigenen Werkstatt ein Dacharbeitsstand ergänzt. Dank enger Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma, langjähriger Erfahrung und planerischen Geschicks konnte dazu eine vorhandene Halle genutzt werden, obwohl diese nicht die optimalen Standardmaße mitbrachte. Verschiedene Sicherheitsfeatures erlauben den Umgang mit sensiblen Arbeitsbereichen wie den Pantographen oder Batterien. Wie alle Kosten der Dekarbonisierung auf dem Betriebshof wurden auch diese Umbaumaßnahme zum überwiegenden Teil mit Fördergeldern finanziert.

Nächste Schritte der Elektrifizierung

Der Betriebshof an der Barkhauser Straße wird in mehreren Schritten weiter auf die neuen Anforderungen umgestellt. Dazu gehört der Ausbau der zentralen Ladeinfrastruktur. Im nächsten Jahr werden außerdem weitere Elektrobusse aus der ersten Bestellung erwartet.

„Wir sind auf einem guten, richtigen und wichtigen Weg, um den PaderSprinter und damit den ÖPNV in und vor allem für Paderborn zukunftsfähig aufzustellen,“ betont PaderSprinter-Geschäftsführer Oliver Eikenberg.

Foto (PaderSprinter): Beim PaderSprinter ermöglicht ein neuer Dacharbeitstand in der Werkstatt Reparaturen und Wartung der neuen vollelektrisch betriebenen Busse.
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