01. Juli 2024
Szenario-Management als Werkzeug für strategische Entscheidungen

Dr. Alexander Fink sprach beim Paderborner IT-Empfang über Zukunftsstrategien für Unternehmen
Unter dem Titel „Ungewisse Zeiten voraus“ erläuterte Dr. Alexander Fink beim diesjährigen IT-Empfang der Wirtschaftsförderung Paderborn und des SICP – Software Innovation Campus Paderborn, wie Unternehmen mit Zukunftsszenarien über aktuelle Krisen hinausdenken und robuster entscheiden können. Die Veranstaltung fand in der Zukunftsmeile 2 statt und wurde von der Verbundvolksbank OWL unterstützt.
Dr. Alexander Fink, Gründer und Vorstand der ScMI AG (Scenario Management International AG), betonte, wie wichtig es sei, über die Zukunft nachzudenken, ohne sie exakt vorhersagen zu wollen. Seit 1998 unterstützt sein Unternehmen Organisationen und Unternehmen dabei, Zukunftswissen zu erschließen und gezielt Szenarien zu entwickeln. Diese Szenarien helfen, Strategien und Geschäftsmodelle abzuleiten sowie Innovations- und Veränderungsprozesse voranzutreiben.
ScMI AG
"Der Wirtschaftsstandort Paderborn gibt uns die Möglichkeit, mit Hochschulen, mit Unternehmen, mit Netzwerken, intensiv zusammenzuarbeiten. Das ist – wenn man über Zukünfte nachdenkt – ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor", sagt Dr. Alexander Fink, Gründer und Vorstand der Scenario Management International AG, im Rahmen der Paderborner Markenbotschaften.
Vor rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmern plädierte Dr. Fink für ein „zukunftsoffenes Denken“ und das Verlassen eingefahrener Denkpfade. Das Szenario-Management, das die ScMI AG seit vielen Jahren anbietet, ermöglicht es, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und zu nutzen. Zu den Kunden zählen viele deutsche DAX-Unternehmen, innovative Marktführer sowie öffentliche Institutionen im In- und Ausland.
Die entwickelten Szenarien beschreiben mögliche Zukünfte, die auf der Verknüpfung relevanter Schlüsselfaktoren beruhen und einen Zukunftsraum aufspannen. Dr. Fink erklärte, dass ein Szenario weder eine Prognose noch eine Strategie oder ein Produkt sei, sondern ein „Denkwerkzeug“, das mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren könne.
In seinem Vortrag gab Dr. Fink Einblicke in aktuelle Projekte. Er beleuchtete beispielsweise die Auswirkungen einer existenziellen Krise in der Automobilindustrie oder die zunehmende Nutzung virtueller Lernräume durch Lehrende und Lernende. Zudem stellte er eine Paderborner Studie vor, die die ScMI AG im Auftrag des Erzbistums Paderborn durchgeführt hat. Diese Studie beschreibt fünf mögliche Kirchenbilder – von traditionellen Werten bis zu einer Neuevangelisierung oder einer offenen Akteurin in der Mitte der Gesellschaft.
Dr. Fink betonte, dass es in allen Prozessen zunächst darum gehe, mögliche Entwicklungen in Märkten, Technologien und Gesellschaft zu durchdenken. Ähnlich wie im Wetterbericht werden so „mögliche Rahmenbedingungen für unser Handeln“ aufgezeigt. Diese Szenarien werden dann zusammen mit strategischen Überlegungen in einer Zukunftsmatrix zu strategischen Entscheidungen geführt. „Gerade in Krisenzeiten ist es notwendig, positive Zukunftsbilder zu kennen und diese in die Kommunikation und Entscheidungen einfließen zu lassen“, ermutigte Dr. Fink.
Neben der Keynote bot die Veranstaltung eine Plattform für Networking und Austausch. Eingeladen waren Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Wissenschaft. Auch Interessierte, die sich aktiv mit den Herausforderungen und Chancen der Zukunft auseinandersetzen wollen, nahmen teil. Aufgrund der lebhaften Diskussion und der positiven Resonanz während und nach der Veranstaltung, freuen sich WFG und SICP auf den nächsten Paderborner IT-Empfang im Jahr 2025.
Fotos (WFG/Tobias Vorwerk)
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