01. April 2022

„Hier entstehen Zukunftstechnologien für CLAAS“

Nicht nur in Ostwestfalen ist das Unternehmen CLAAS ein Begriff. Weltweit kennt man die grünen Landmaschinen, die vom Kleinkind bis zum Erwachsenen für Begeisterung sorgen. "Aber kennen Sie auch CLAAS Industrietechnik (CIT) aus Paderborn", fragt Dr. Ulf Leinhäuser beim Unternehmensbesuch der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am CLAAS-Standort Paderborn. "Wir haben einen Top-Standort vor der Haustür und viele Paderbornerinnen und Paderborner sind sich dessen nicht bewusst", so der Technische Geschäftsführer. Das wolle man in Zukunft ändern, denn schließlich "entstehen hier in Paderborn Zukunftstechnologien für CLAAS." Und damit auch der Weg in eine "naturfreundliche und nachhaltige Lebensmittelproduktion", betont der kaufmännische Geschäftsführer Uwe Bolweg.

Dr. Ulf Leinhäuser, Technischer Geschäftsführer CLAAS Industrietechnik

Uwe Bolweg, kaufmännischer Geschäftsführer CLAAS Industrietechnik.

Von "Anfang an war die Unternehmensstrategie auf Innovation ausgerichtet", heißt es auf der Website der CLAAS-Gruppe, die in den letzten zwei Jahrzehnten eine enorme Wachstumsphase erlebte und ihren Umsatz von rund 500 Millionen Euro Anfang der 1990er Jahre auf nunmehr 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2021 steigern konnte. Weltweit beschäftigt die Gruppe fast 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als Innovationsschmiede innerhalb der CLAAS-Gruppe agiert der Standort Paderborn. Bei der CLAAS Industrietechnik GmbH, kurz CIT, produzieren über 600 Beschäftigte innovative Systemlösungen für die Landtechnik, Kommunaltechnik und vielfältige Industrieanwendungen. "Wir sind der Standort, der in Zukunft die Elektrifizierung und damit auch das Thema Nachhaltigkeit für die gesamte Unternehmensgruppe voran treibt", erklärt Dr. Ulf Leinhäuser im Gespräch mit Wirtschaftsförderer Frank Wolters. Das funktioniere nicht von "heute auf morgen", so der Geschäftsführer. "Ein elektrischer Antrieb ist dabei aber ein entscheidender Baustein.

Entscheidend für den Erfolg von CIT sei auch das Thema Ausbildung. Dass hierauf vor Ort  besonderen Wert gelegt werde, wisse man nicht nur in Paderborn, so Leinhäuser, der sich auf einen Besuch von Christiane Benner, zweite Vorsitzende der IG Metall Deutschland, freut. Grund für den Besuch sind unter anderem die gestiegenen Ausbildungszahlen während der Corona-Pandemie. "Es geht vor allem darum, Menschen und Mitarbeiter zu begeistern und sich mit dem Unternehmen zu identifizieren", sagt Leinhäuser.

Der Wunsch ist groß, die CLAAS Industrietechnik in Paderborn und gleichzeitig die Region Paderborn als Standort bekannter zu machen, sind sich die CIT-Geschäftsführer Dr. Ulf Leinhäuser und Uwe Bolweg einig. "Hier kann man hervorragend arbeiten und sich auch wohl fühlen", sagt Bolweg. Mit der Universität, der garage33, dem Fraunhofer, dem Flughafen und der Nähe zur Natur sei alles vorhanden, was Unternehmen zum gesunden Wachstum bräuchten, schwärmt der Geschäftsführer.

Frank Wolters, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Paderborn. (Fotos: Tobias Vorwerk/WFG)

"Diese Emotionen müssen wir noch viel stärker nach draußen bringen", freut sich Wirtschaftsförderer Frank Wolters über das deutliche Standortbekenntnis. Paderborn erarbeite sich zunehmend das Branding als idealer Ausbildungsstandort. "Von hier werden Innovationen in die ganze Welt geliefert", sagt Wolters. Sein Appell an die Unternehmen ist deutlich: "Kommt raus aus der ostwestfälischen Zurückhaltung und zeigt, welche Innovationen und Vorzüge Paderborn zu bieten hat."

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