12. Mai 2026
Stadt Paderborn entwickelt Digitalen Zwilling für die Stadtplanung

Gelungenes Beispiel für Verwaltungsmodernisierung
Beim achten Kongress der Modellprojekte Smart Cities in Berlin hatte Tanja Schürholz, Leiterin des Modellprojekts Smart City Paderborn, die Gelegenheit, die Paderborner Entwicklungen der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, zu präsentieren. Diese zeigte sich begeistert, da es sich beim Digitalen Zwilling nicht nur um eine innovative Software für die Stadtplanung handelt, sondern auch ein sehr gutes Beispiel für Verwaltungsmodernisierung. So dient er verwaltungsintern als Kollaborationsplattform für die Stadtplanerinnen und Stadtplaner und weitere Beteiligte, ermöglicht Prozessoptimierungen und macht bisher händisch vorgenommene Arbeiten überflüssig.
Im Rahmen des vom Bund geförderten Modellprojekts wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Dienstleistern der digitale Fachzwilling zur Planung von Stadtquartieren entwickelt. Dies ist für die Stadt aktuell besonders relevant, da mit dem Abzug der britischen Streitkräfte in den letzten Jahren große Flächen frei geworden sind, die nun zur Schaffung von Wohnraum und für die Entwicklung attraktiver Stadtquartiere genutzt werden. Das Ergebnis ist eine innovative Software, die den Stadtplanern die Überplanung der Konversionsflächen ermöglicht und sie im Idealfall durch automatisch und ad hoc berechnete relevante Kennzahlen im Planungsprozess entlastet. So werden bei Entwurfsalternativen beispielsweise erste Bedarfsabschätzungen für Kindergartenplätze und Stellplatzangebote ausgegeben. Der digitale Fachzwilling soll es darüber hinaus ermöglichen, verschiedene Planungsszenarien zu simulieren und für Politik und Bürgerinnen und Bürger anschaulich darzustellen. Hierzu dient ein dreidimensionales Modell der gesamten Stadt, in dem man Gebäude und Umgebung aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Ebenso ist es möglich, in die Fußgängerperspektive zu wechseln und sich beispielsweise durch das neu geplante Zukunftsquartier zu bewegen.
Visualisierung (Smart City Paderborn): Alanbrooke-Quartier: Beispielhafte 3D-Visualisierung geplanter Gebäude im Stadtmodell des Digitalen Zwillings.
Auch die Zielsetzungen des städtischen Klimaaktionsplans werden durch weitere Funktionalitäten unterstützt: Enthalten ist ein Monitoring der Vegetation im Hinblick auf deren Vitalität und Wasserversorgung. Ferner kann damit der Einfluss von Klimaanpassungsmaßnahmen zur Reduktion von Hitzeinseln überprüft und evaluiert werden. Darüber hinaus besteht mit der Stadtklimasimulation die Möglichkeit, verschiedene Planungsalternativen, aber auch den Ist-Zustand beispielsweise im Hinblick auf Windströmungen, Hitzeentwicklung und deren Belastungen auf den Menschen zu analysieren.
"Der Digitale Zwilling ist Verwaltungsmodernisierung at its best", zeigt sich Bürgermeister Stefan-Oliver Strate beeindruckt von den bereits umgesetzten Projektinhalten. "Nun müssen wir gemeinsam die entwickelten Lösungen gewinnbringend in die täglichen Prozesse implementieren."
Weitere Informationen und Kontaktdaten finden sich unter www.digitale-heimat-pb.de
Titelfoto (Reinaldo Coddou): Berlin: Projektleiterin Tanja Schürholz zeigt der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, den Digitalen Zwilling Paderborn.
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